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"Sancti Geronis columna. Zu Ysengrimus II 179 ff. un IV 25f."
W. Berschin
in Aspects of the Medieval Animal Epic, Louvain: Leuven University Press, 1975, 105-112
 

"Der besondere Reiz der Satire besteht in der Genauigkeit und Schärfe, mit der der Satiriker das Detail erfaßt, in der Keckheit, mit der er Realitäten aufgreift, die sonst weithin nicht literaturfähig sind. Auf ein solches Detail möchte ich mit einigen Bemerkungen zu zwei Stellen im Ysengrimus eingehen, in denen der Verfasser des Ysengrimus - eine Handschrift nennt ihn Nivardus magister - die »Säule des heiligen Gereon« zu Köln beschwört:

(Der Fuchs überredet den Wolf dazu, mit dem Schwanz in einem vereisenden Gewässer zu fischen. Da der Wolf festgefroren ist, lockt er durch einen Hahnraub einen Pfarrer und seine Gemeinde von der Messe weg zu der Stelle, wo Ysengrimus festsitzt. Der Wolf muß von den Verfolgern des Fuchses Schlimmes erdulden, bis Aldrada, die alte Magd des Pfarrers, die den Wolf am ärgsten schindet, mit einem ungeschickten Axthieb dem Wolf den Schwanz abtrennt und ihn so befreit. Ysengrimus schwört dem Fuchs ewige Rache:)

II 179ff.

Terribilem sancti Gereonis iuro columpnam

Cui nec Roma parem nec Ierosolma tenet,

Post quam nullus agens reprobus vestigia profert

Momentum nulla conditione sequar.

(Die Rehgeiß verläßt ihre Heimat, um zu den Heiligen zu wallfahren, deren Besuch sie schon lange gelobt hatte:)

IV 25f.

Precipue sancti Gereonis in ede columpnam,

Dispariter stantem sontibus atque piis." - Berschin

Language: German


 
 
  
 
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